Interview

Seit wann setzt Du Content-Management-Systeme ein und warum?

Christian: Meinen ersten Kontakt hatte ich vor ungefähr 10 Jahren mit dem CMS "Webedition", welches ich für einen Kunden installieren und betreuen sollte. Content-Management-Systeme waren zu diesem Zeitpunkt noch rar. Die meisten Websites wurden stattdessen Seite für Seite "von Hand" programmiert. Bis zu einem gewissen Umfang war dieser Aufwand auch noch vertretbar, aber sobald erst einmal regelmäßig und in großem Umfang Seiten geändert oder erweitert werden mussten, ist diese Methode schnell an ihre Grenzen gestoßen. Die ersten professionellen Systeme waren damals teuer und meist nur von Technikern zu bedienen. Open-Source Software war noch so gut wie nicht vorhanden. Durch den geringeren Pflegeaufwand jedoch haben sich die anfänglichen Kosten irgendwann relativiert. Noch dazu wurde hierdurch erstmalig die Voraussetzung zum zeitlich- oder workflowgesteuerte Veröffentlichen von Inhalten geschaffen.

Mit welchen Systemen hast Du bereits gearbeitet?

Christian: Wie eingangs erwähnt, war Webedition das erste System, mit dem ich Erfahrungen sammeln konnte. Es folgte ein kurzer Abstecher nach Joomla und PHP-Nuke sowie die intensive Beschäftigung mit Typo3. In verschiedenen anderen Projekten hatte ich die Möglichkeit u.A. Drupal, Cantao und natürlich den quasi Standard für Blogs - Wordpress - auszuprobieren. Mittlerweile ist jedoch ein in Deutschland eher unbekanntes System namens MODX das von mir am häufigsten installierte und bevorzugte Content-Management-System geworden.

Was unterscheidet MODX von anderen auf dem Markt erhältlichen Content-Management-Systemen?

Christian: Das Besondere an MODX ist der einfache und benutzerfreundliche Aufbau des Backends, der es auch technisch unbedarften Usern ermöglicht, schnell und unkompliziert Seiteninhalte zu erstellen. Für Programmierer und Entwickler spielen natürlich andere Punkte eine größere Rolle. Hier ist die Erweiterbarkeit und die Modifizierbarkeit des Systems durch Schreiben von PHP-Code ein wahrer Segen.

Wenn man heute von Content-Management-Systemen spricht, meint man meistens Typo3. Was glaubst Du, woran das liegt?

Christian: Typo3 hat in den vergangen Jahren eine enorme Entwicklung und Weiterverbreitung erlebt. Ein Grund ist dafür natürlich, dass das System kostenlos verfügbar ist und sich quasi als Standard unter Webagenturen durchgesetzt hat. Jeder der allerdings schon einmal mit Typo3 gearbeitet hat, schimpft immer wieder über die Komplexität der Oberfläche. Ein Grund für Agenturen, das System zu empfehlen, da hierdurch Integrations- und Systempflegeaufwand entsteht, der gut abgerechnet werden kann.

Du rätst also Deinen Kunden von Typo3 ab?

Christian: Ich schicke natürlich niemanden weg, der zu mir kommt und Typo3 installiert haben möchte. Aber stattdessen frage ich nach den Gründen und weise auf mögliche Kostenfaktoren und zukünftige Stolpersteine hin. Meist fällt dann letztendlich die Wahl auf ein anderes System.

Wie engagierst Du Dich als MODX Ambassador?

Christian: In erster Linie versuche ich, das System hier in Deutschland bekannter zu machen und mehr Entwickler und Webdesigner von seinen Qualitäten zu überzeugen. In der Vergangenheit habe ich dies vornehmlich in meinem Kundenkreis getan, für die Zukunft sind jedoch Regelmäßige Meetups geplant, bei denen Anwender von Ihren Erfahrungen mit MODX berichten und ich den ein oder anderen Kniff beim täglichen Einsatz verrate.

Wo siehst Du zukünftige Trends im Content Management Bereich?

Christian: Es vergeht fast keine Woche, in der man nicht von neu entwickelten Systemen erfährt. Die meisten davon richten sich an spezielle Zielgruppen, wie z.B. Fotografen, Blogger oder Tutorial-Schreiber, lassen sich leicht bedienen und sehen dabei noch ziemlich gut aus. Für den Anwender wird es somit immer schwieriger, aber auch spannender werden, das richtige Content-Management-System auszuwählen. Insbesondere Unternehmen sollten daher professionelle Unterstützung zur Hilfe nehmen, um das für sie perfekte System zu integrieren.

Mehr über Christians sonstige Projekte erfahren Sie unter iloader.de

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